Immunstärkung bei Coronavirus Covid19

Immunität: Stärkung mit Ayurveda

 

In unserer schnellebigen Zeit führen wir ein sehr energie- und gesundheitsraubendes Leben. Dieser Lebensstil hinterlässt Spuren, die früher oder später auftauchen. Im Laufe des Lebens werden wir immer wieder mit verschiedenen Krankheiten und Krankheitserregern wie Viren und Bakterien konfrontiert. Wie das aktuell auch der Fall ist. Der Coronavirus (COVID-19)  ist derzeit in ,,aller Munde“.

 

In diesem Fall sollten wir auch an unsere Immunität denken. So wie wir uns die  Hände waschen und uns täglich pflegen, so sollten wir auch immunstärkende Maßnahmen durchführen. Eine gut funktionierende Immunität ist für unsere Gesundheit und unseren ganzen Organismus wie ein Wächter.

 

Wir müssen besonders in der heutigen Zeit vorsichtiger sein, ohne in Panik zu verfallen, aber mit präventivem Verhalten. Damit wir besser im Kampf gegen den Virus gewappnet sind. Wir sollten ihm kein leichtes Spiel machen und ihn nicht bei seiner weiteren Vermehrung unterstützen.

 

In Ayurveda spielt die Verdauung eine große Rolle,  die Immunität ist damit verknüpft. Die zu uns genommene Nahrung und eine gut funktionierende Verdauung sind Voraussetzung für eine gute Immunität, gute Gesundheit und ein langes Leben.

 

Ayurveda bietet eine umfangreiche Fülle mit ausgezeichneten Maßnahmen zur Stärkung der Immunität. Die gute Immunität kommt natürlich nicht von einem Tag auf den anderen. Man benötigt etwas Zeit um die Immunität aufzubauen.

 

Was ist eine gute Immunität?  Eine gute Immunität trägt zu einer guten Gesundheit bei. In Ayurveda haben die Ojas (Lebenskraft) eine sehr große Bedeutung, denn ohne Ojas gibt es kein Leben! Die Entstehung der Ojas ist sehr komplex. Die Ojas entstehen unter anderen im Stoffwechselprozess nach der Umwandlung der Nahrung.  

 

Ojas entstehen bei dem Aufbau und der Transformation von Körpergewebe. Es wird bei jedem Schritt der Umwandlung der Körpergewebe gebildet.

 

Es wird aus der Essenz aller Körpergewebe gebildet, so wie der Honig der Essenz der Blüten ist, welchen die Bienen sammeln. Ojas spielen also eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Gesundheit und der Immunität.

 

Unsere Körperstärke, Vitalkraft und Immunität hängt von Ojas ab. Ojas ist ein substanziell nicht greifbares, feinstoffliches Substrat, die feinste Essens der Verdauung.

 

Ojas verleiht uns Immunität, gesunde Haut und Schleimhäute, positive Ausstrahlung, Jugendlichkeit, Vitalität, Lebensfreude, Fruchtbarkeit, Intelligenz, körperliche und geistige Integrität. Menschen die wenig Ojas besitzen, haben eine schwache Immunität. Deshalb reagieren die Menschen auch unterschiedlich bei einer Krankheit. Personen mit sehr schwachen Ojas sind wesentlich anfälliger für Infekte und werden öfters krank oder sterben sogar. Die Menschen mit starken Ojas sind weniger anfällig für Krankheiten oder der Verlauf der Krankheiten  ist nicht so schlimm und lang. Sind Ojas sehr stark wird man überhaupt nicht krank.

 

Ein Mangel an Ojas führt zu körperlicher und geistiger Schwäche, Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Hautkrankheiten, Abnahme von Muskelgewebe, zu mangelnder Ausstrahlung und anderen Störungen.

 

Um Ojas zu stärken sollte man auch die Verdauung stärken, genauer das Agni. Gute Verdauung bringt Ojas von guter Qualität.

 

Prana wird in der hinduistischen Lehre als Leben, Lebenskraft oder die universelle Lebensenergie angesehen. Es ist der vitale Atem, der in allen Lebewesen der Ausdruck des Bewusstseins ist. Prana steuert verschiedene Funktionen von Vata. Durch eine Störung oder Schwächung von Prana kann es auch zu Atemstörungen kommen.   

 

Frische, unbehandelte, vitale, natürliche und unverarbeitete Lebensmittel, so wie heilkräftige Pflanzen beinhalten viel Prana. Auch in der Natur ist, besonders morgens und abends, viel Prana vorhanden.

 

Wenn unsere Nahrung aus konservierten, sehr verarbeiteten und voll mit vielen verschiedenen chemischen Stoffen besteht, dann können wir nicht genügend Prana aufnehmen. Prana wird aus der Nahrung über die Zunge und den Gaumen aufgenommen.

 

Auch Arzneipflanzen von hoher Qualität führen bei der Anwendung zu einer bestimmten Form von Lebens- und Vitalkraft.

 

Durch die Anwendung ayurvedischen Empfehlungen zur Stärkung des Immunsystems, können wir im hohen Maße unser Immunsystem stärken und sind gegen Ansteckungen mit einem Virus gewappnet, so dass die Krankheit ohne größere Komplikationen verläuft.

 

Investiere etwas Zeit und informiere dich über Prävention und Immunisierung. Es ist nie zu spät damit zu beginnen, besser heute als Morgen.

 

Den größten Teil für deine Immunität, kannst du bereits durch natürliche Lebensmittel erlangen. Aber auch dein Lifestyle und deine Gewohnheiten spielen eine große Rolle und können als fördernde Maßnahmen dienen.

 

So oft es geht solltest du frisch gekochte, unbehandelte und natürliche Lebensmittel zu dir nehmen. Vegetarische oder pflanzlicher Lebensstil ist zu bevorzugen. Du kannst sehr schmackhafte, energiereiche und gesundheitsförderliche Mahlzeiten daraus zaubern. Durch die Zugabe von Gewürzen und Kräutern werden deine Speisen nicht nur wunderbar schmecken, sondern dich auch stärken und schützen vor den äußeren Angriffen. Sie dienen der Aufrechterhaltung deiner Verdauung, Immunität und deiner Gesundheit. Außerdem beeinträchtigen die natürlichen Lebensmittel dein Verdauungssystem nicht negativ.

 

Ich Empfehle ausgewählte Rasajanas bei Beschwerden und als vorbeugende Massnahme (Nahrungsergänzungsmittel) wie zum Beispiel:

 

Amalaki ( 1TL in Form von Pulver oder Kapseln mit  warmen Wasser trinken)

 

Tulsi ( 1 TL mit Honig, bei Husten )

 

Triphala ( 1 Kapsel am Abend mit warmen Wasser, Ama reduzierend )

 

Ashwaganda ( 1 TL mit warmen  Wasser )

 

Chavanprash ( 1-2 TL morgens )

 

Vasaka  ( 3 mal täglich bei Husten )

 

Diese Produkte  bieten  sehr wirkungsvolle Unterstützung. Diese Nahrungsergänzungsmittel, sowie auch manche andere Lebensmittel, nennt man in Ayurveda Rasayanas. Alle Rasayanas haben eine wunderbare Wirkung auf den Körper und Geist.

 

Sie spielen in Ayurveda eine sehr wichtige Rolle, gelten als wirkungsvoller Schatz der Ayurvedamedizin und finden Verwendung in der Ayurvedaküche sowie bei der Behandlung vieler Krankheiten. 

 

Die Rasayanas sind eine Stärkung für den Organismus und helfen bei der Zellerneuerung. Wenn du von innen stark bist, dann bist du für Infekte nicht anfällig.

 

Du solltest auch Ghee, das Gold des Ayurveda genannt, regelmäßig zu dir nehmen. Beide Nahrungsmittel tragen, bei der richtigen Anwendung, zur Stärkung des Körpers bei, ohne dein Verdauungsfeuer Agni zu beeinträchtigen.

 

Gute qualitative Öle sind zu empfehlen wie z.B. Oliven-, Sesam-, Distel- und Walnussöl.

 

Trinke regelmäßig  60°C warmes Wasser. Es regt die Verdauung an und reinigt den Verdauungstrakt. Trinke schon morgens, nach dem aufstehen und der morgendlichen Routine, das erste warmen Wasser.

 

Das regelmäßige Essen von Ingwer, Knoblauch, Meerrettich und roter Chili regt die Verdauung an und wirkt schützend gegen Infekte der oberen Atemwege. Präventiv konsumiert  tragen sie zur Stärkung der Immunität und Gesundheit bei.

 

Zum Frühstück trinkst du Ingwerwasser oder Ingwerkräutertee.

 

Die tägliche Einnahme von Gewürzen wie: Zimt, Kurkuma (wirkt sehr antibiotisch und immunstärkend), Garam Masala, Ajwein, Anis, Kreuzkümmel, Kardamom, Nelke, Grüner Pfeffer, Schwarzer Pfeffer, Thymian ist besonders zu empfehlen.

 

Diese Gewürze und Kräuter sind verdauungsanregend  und unterstützen die Immunität.

 

Aus Kräutern wie z.B. Süßholz, Kamille kannst du leckeren und wirkungsvollen Tee herstellen.

 

Bei Bronchitis ist eine Inhalation mit der Kamille angeraten. Durch das Einatmen von heißem Wasserdampf, werden die oberen Atemwege gereinigt. Süßholz ist ein sehr guter Immunstärker und wirkt antiviral. Das Glycyrrhizin, ein Inhaltsstoff des Süßholzes,  kann aber bei längerem Gebrauch den Blutdruck erhöhen, was in der Form von Tabletten nicht der Fall ist.

 

Kurkuma wirkt sehr antibiotisch und immunstärkend. Dunkler Honig,Thymian, Manuka und Waldhonig sind sehr empfehlenswert. Du kannst Amalaki mit Honig und mit lauwarmen Wasser morgens und abends trinken. Knoblauch in Honig einlegen und eine Woche ziehen lassen. Davon 1 TL zwei mal täglich zu dir nehmen.

 

Von kalten Getränken rät Ayurveda ab, da dadurch die Agni negativ beeinträchtigt werden. Tees kannst du dir zuhause selbst mischen. Probiere als immunstärkenden Tee: Schwarzen Pfeffer, Grünen Pfeffer (Pipper longum), Cinnamon, Kardamom,Tulsi ( indisches Basilikum) und Süßholz.

 

Alle zusammen in gleichen Teilen, aber nur die Hälfte von Süßholz. Die Zutaten fein mixen und 3-mal täglich als Tee trinken.

 

Zink, Vitamin C und E sind besonders wichtig. Esse viel frisches Gemüse und Früchte. Du kannst einen leckeren Smoothie aus Früchten, Gemüse, Kräutern und etwas warmen Wasser zubereiten.

 

Besonders im Frühjahr eignen sich frisch zubereitete, und voller Pranaenergie, Getränke. Für das Immunsystem sind auch Kräutertees oder Ingwerwasser zu empfehlen.

 

Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Brennesselbätter, Löwenzahn, Grünkohl, Mangold sorgen für gute Gesundheit und mobilisiert dein Immunsystem.

 

Auch Früchten wie  Orangen und andere Zitrusfrüchte, Äpfel, Trauben, Granatäpfel, Beeren usw. sind sehr wichtig und sollten täglich auf deinem Speiseplan stehen. Du kannst aus der pflanzlichen Kost fantastische Köstlichkeiten zaubern und mit Hilfe von Gewürzen und Kräutern wird es noch viel besser schmecken und sehr bekömmlich sein.

 

Esse immer wieder fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, Mieso, Kimchi, Kombucha, Idli und Doshas. Man kann selbst fermentiertes Gemüse herstellen, welches die Wirkung eines natürlichen Antibiotikums hat, z.B. mit Meerrettich, Ingwer, Kurkuma und Knoblauch. Auch Brot aus Sauerteig ist behilflich. Fermentiertes Essen unterstützt die Darmflora und dadurch profitiert auch das Immunsystem.

 

Wichtig ist, dass die zubereitete Nahrung alle sechs Geschmäcker: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend beinhaltet. Da alle sechs Geschmacksrichtungen ihre Doshas ausbalancieren.

 

Die Lebensmittel sollten überwiegend von Sattvischer Qualität sein. Rein, frisch zubereitet und nicht mit verschiedenen chemischen Substanzen belastet. Nahrungsmittel, die sehr lang haltbar sind, wie z.B. Tiefkühlkost oder Dosennahrung, sollten nur in sehr seltenen Fällen verwendet werden. Auch frisches Fleisch und Wurst sind meistens mit Medikamenten belastet und sind keine Sattvischen Lebensmittel.

 

Die Mahlzeiten sollten regelmäßig, warm und aus frisch gekochten und  unbehandelten Lebensmitteln bestehen. Achte auf Regelmäßigkeit. Ein warmes Frühstück, Mittag- und Abendessen wird empfohlen. Das Abendessen sollte zwischen  18.00 und 18.30 Uhr eingenommen werden. So bleibt genügend Zeit für die Verdauung, bevor du schlafen gehst.

 

Kalte Getränke und Milch Produkte sind zu vermeiden. Alkoholkonsum sollte man auf das Minimum reduzieren.

Wichtig ist, dass keine Ama (unverdaute Rückstände, Schlackstoffe) in unserem Organismus angesammelt wird . Deshalb ist es notwendig unserer Verdauungsystem nicht zu belasten und regelmäßig zu reinigen.

 

Um die Immunität zu stärken ist ein gesunder Lifestyle enorm wichtig. Bewegung an der frischen Luft, Yoga und Pranayama, stärkt die Pranaaufnahme.

 

Die Anwendung von Pranayama  kann bei Atemlosigkeit vorbeugen, weil es die Prana reguliert.

 

Meditation, fördert das positive Denken und stärkt ebenfalls das Immunsystem.

 

Um die Kapha zu balancieren, können auch Inhalationen oder Luftbefeuchter helfen. Dafür eignen sich Lemon-, Teebaum-, Eukalyptus-, Basilikum-,  Mint-, Rosmarin- und Cinnamonöl. Die Öle sollten am besten in Bioqualität eingesetzt werden. Du solltest einige Tropfen, von einem dieser Öle, in dein Inhalationsgerät oder Duftlampe füllen. Die Öle kann man auch untereinander mischen. Mit Guggulu Harz kann man die Luft in einem Raum sehr gut reinigen. Dazu etwas Harz in einen Räucherbehälter verbrennen. Anschließend den Raum gut lüften.

 

Schlaf ist auch enorm wichtig. 22 Uhr ist die beste Zeit um ins Bett zu gehen. Sieben Stunden Schlaf ist das Minimum. Die Räume regelmäßig lüften. Frische Luft ist immer gut.

 

Am besten morgens ein reinigendes Ritual durchführen. Dazu die Zunge mit dem Zungenreiniger säubern und die Nase mit Salzwasser durchspülen. In der Coronaviruszeit sollte das Nasenspülen am besten täglich durchgeführt werden. Das reinigt die oberen Atemwege und dadurch kann die Prana, die Lebensenergie, besser durch den Körper fließen. Nach der Nasenreinigung 1-2 Tropfen Anu Thailam in jedes Nasenloch  hochziehen. Das schützt die Nasenschleimhäute und wirkt befeuchtend.

 

Um den Coronavirus zu bekämpfen brauchen wir viel Disziplin und Geduld. Es wird keine leichte Zeit für uns alle, aber es wird nicht ewig dauern. Wichtig ist aber den Optimismus zu behalten, denn auch die Coronaviruskrise wird zu Ende gehen, und du kannst diese Krisenzeit nutzen und vielleicht neue ungeahnte Möglichkeiten entdecken. Verhalte dich verantwortungsvoll!

 

Durch präventives Verhalten trägst du zur Stärkung und Gesundheit bei. Bleibt bitte gesund, mit großer Glückseligkeit und großartigem Immunsystem.

 

Wenn du Fragen zur Ayurveda Ernährung, vorbeugenden immunstärkenden Maßnahmen oder Ayurvedaküche hast, kannst du mich kostenlos kontaktieren! Ich helfe dir gerne und stehe dir mit Rat zur Verfügung!

 

Bleib Gesund!

 

Namaste

 

 

 

 

 

mehr lesen

Der Honig und seine Eigenschaften in Ayurveda

Honig ist in Ayurveda sehr geschätzt auf Grund der wunderbaren Eigenschaften und es ist ein sehr geschätztes Heilmittel. Honig ist ein Rasayana, ein Stärkungs- und Verjüngungsmittel. Die Eigenschaften sind spitz und rau. Es ist also Kapha reduzierend. Honig erreicht das feinste Körpergewebe. Ayurveda empfiehlt die Verwendung von einem alten Honig, am besten von goldener Farbe. Man soll Honig nicht mit heißen Getränken (über 40 Grad) zu sich nehmen. auch nicht zu gleicher Menge (Gewicht) mit Ghee, weil sie gegensätzliche Eigenschaften (Gunas) haben und einer gewinnen muss. Honig wird bei vielen Beschwerden eingesetzt, kann sogar von Diabetiker genommen werden, da es den Blutzucker senkt. Bei Fettleibigkeit kann Honig mit warmem Wasser genommen werden. In hoher Dosierung vermehrt Honig Vata.

 

Honig fördert die Verdauung, reduziert Körpergewebe, hat abbauende Wirkung  und ist ein Yogavahi, ein Verstärker,  der die Wirkung von anderen Stoffen, Nahrungs- und Heilmitteln verbessert. Er wird eingesetzt als Zugabe, bei Produktion Kapha abbauender Präparate und ist ein Bestandteil fast jeder Ayurvedischen Heildiät. Der Honig wird als Trägersubstanz (Anupana) für Ayurvedische Mittel verwendet. Honig baut überschüssiges Kapha ab. Er hilft bei Kapha Beschwerden wie: verschleimende Bronchitis, Nebenhöhlenvereiterung, Übergewicht oder die Nasen- Rachenpolypen der Kinder. Da der Honig Kapha reduziert, unterstützt er die Lösung von Schleim. Er ist antibakteriell, antiseptisch, ein idealer Wundverband, blutstillend, hilft bei chronischen Hautkrankheiten, heilt Wunden, Furunkel, Geschwüre, Hämorriden, chronischen Erkrankungen der Harnorgane, bei mentaler Müdigkeit, Erbrechen, Parasiten und  Schluckauf.

 

Da es viele Sorten und Arten von dem kostbaren Nektar gibt, fällt es uns beim Kauf manchmal schwer, die richtige Sorte auszuwählen.

 

-Je dunkler und kräftiger eine Honigsorte ist, desto stärker ist seine katabolische Wirkung. Er ist verdaulicher, bekömmlicher, seine Kapha ausgleichender und seine auskratzende Qualität ist stärker.

 

- Helle und milde Honigsorten haben eine harmonisierende Wirkung, vor allem auf Vata und Pitta. Bei Hitzezuständen, wie z.B. Fieber soll Honig besser gemieden werden, um den katabolischen Stoffwechsel nicht weiter anzuregen. Speziell von Honig, aus mehreren Pflanzen und Wald  ist bei Hitzezuständen (zu hoher Pitta) abzuraten.

 

Zu hohe Hitze macht Honig zu Gift. Sie macht die wertvollen Enzyme zunichte und es fördert die Ama, also unverdaute und pathogene Stoffwechselprodukte. Deshalb ist darauf zu achten, dass kein Honig zum Backen oder zum Süßen von heißem Getränke, wie z.B. Tee verwendet wird. Bei Missachtung dieser Regeln, verwandelt sich der vitalspendende und gesundheitsfördernde Honig zum Krankheitsfaktor für den Darmtrakt und das Immunsystem.

 

Bei der Verwendung von Honig spielt sein Alter eine Rolle. Um die Bekömmlichkeit zu verbessern, empfiehlt  Ayurveda den Honig mindestens ein Jahr lang in einem geschlossenem Glas, an einem dunklen Ort  zu lagern. Je länger Honig steht, umso stärker kristallisieren Zuckeranteile und die enzymatische Zusammensetzung wird verbessert.

Je älter der Honig ist, desto fester ist die Konsistenz und konzentrierter wird er in seiner Kapha abbauenden Wirkung, seine fettreduzierende Wirkung wird stärker und auch seine rauskratzende Wirkung.

Ein junger Honig mit cremiger Konsistenz hat eine aufbauende Wirkung. Er wird  in der täglichen Ernährung als Energiespender eingesetzt.

 

Bei allen flüssigen Sorten von Honig wie Akazien, Kastanien, Tannen ist ihre Konsistenz kein verlässlicher Indikator auf ihr Alter. Sie bleiben länger flüssig. Beachten Sie bitte das Abfülldatum.

 

Honig ist die einzige Substanz auf diesem Planeten, welche in chemischer Komposition dem menschlichen Blut ähnelt. Täglicher Konsum von Honig kann eine wunderbare Sache sein für unseren Körper. Er ist eine extrem gute Sache, besonders und speziell für unsere Kinder.

 

Psychische Stabilität, physisches Wohlbefinden und Vitalität können verbessert werden durch den täglichen Konsum von Honig.

 

Das Trinken von Honig mit warmem Wasser hilft das Fett aus dem System zu entsorgen und durch das Trinken von Honig mit kaltem Wasser steigt das Gewicht.

 

Nur durch den richtigen Gebrauch und Anwendung entfaltet das Geschenk der Natur, seine wunderbare und kostbare Wirkung an uns Menschen. Da er sehr kostbar ist, sollten wir genau wissen, wie man das geschätzte Geschenk anwendet, damit er die gewünschte Wirkung erzielt.

 

Dosierung:

 

1EL  dreimal täglich nach dem Essen

 

Äußerlich zur Wundbehandlung

 

Rasa: süß, zusammenziehend

 

Vipaka: katu

 

Guna: schwer, trocken, nicht schleimig, spitz

 

Virya: ushna

 

Dosha: senkt Kapha

 

Karma: Agni Anregend, auskratzend, wundheilend, aphrodisierend, belebend, augentonisch und  heilungsfördend

mehr lesen 0 Kommentare

Meine Indien Reise -Teil 2-

Ich wollte gerne zum Ende des Jahres einen Rückblick machen und erzählen über die spannende Reise die ich im Februar diesen Jahres gemacht habe. Das waren nach meinem 10tägigen Studienseminar weitere 10 Tage in Indien alleine unterwegs...

mehr lesen

Meine Indien Reise -Teil 1-

Ich würde euch gerne erzählen von meiner Studienreise nach Indien mit meiner Studenten Gruppe an der ich teilgenommen habe dieses Jahr 2018. Diese Reise ist ein Teil meiner Ausbildung zur Ayurveda Ernährungstherapeutin. Diese Studienreise stand unter dem Motto "Ernährungstherapie und Diätküche in Indien: Food as Medicine". Diese Ausbildung erweitert mein Wissen in der Ayurveda Diätetik bei verschiedenen Krankheiten und Symptomen, so wie auch in den verschiedenen Lebenszuständen wie z.B. das Alter, die Schwangerschaft oder die Kindheit.

Ich freute mich also riesig auf die Reise, auf neue Erfahrungen, die Menschen und das Wissen die ich durch die Reise kennen lernen und sammeln konnte. Meine Reise war vom 10.02.18 - 21.02.18 und hat ingesammt 21 Tage gedauert, 10 Tage dauerte das Studienseminar.

Das erste Ziel meiner Studienreise war das Tilak Ayurveda Mahavidyalaya College in Pune. Dies ist ein über 100 Jahre altes College mit langer Tradition, in dem zukünftige Ayurveda Ärzte ausgebildet werden. In der Nähe befindet sich auch ein Krankenhaus mit einer Abteilung für Ayurveda.

 

Endlich angekommen in Pune. Morgens bei Sonnenaufgang beim Aufwachen konnte man gleich die spezifischen Töne und Laute von der Strasse hören. Das ganze tatüü-tataa, vermischt mit den exotischen Vogelstimmen welche durch das offenes Fenster zu hören waren. Das alles war so neu, und umso mehr war ich schon sehr gespannt auf die Strassen, das Leben da draussen und natürlich auf unsere Ausbildung.

Zu unserem College sind wir täglich mit Rikshas gefahren. Das war richtiges Erlebnis, mann konnte sich aber schnell daran gewöhnen. Die Rikshas waren ziemlich flott unterwegs, man konnte ganz viel unterwegs sehen, es ist ein richtiges Erlebnis so eine Fahrt durch die Strassen Indiens. Soviel fantastische Eindrücke. Aber man gewöhnt sich recht schnell daran.

Unsere Gruppe hatte täglich Unterricht, auch Kochunterricht mit Kochpräsentationen. Die unterrichtenden Ärzte hatten ein wunderbares grosses Wissen welches sie uns auch gut vermitteln konnten. Die Kochvorführungen waren besonders interresant und sind sehr praktisch in der Anwendung bei speziellen Krankheitsbildern, Beschwerden und Lebenszuständen.

Bei der Zubereitung wurden je nach Bedarf spezielle Kräter und Gewürze verwendet, alles auf vegetarischer Basis. Die Kochpräsentationen waren herrlich bunt, dazu war alles so lecker mit total neuen Geschmacks Nuancen, sehr gute bunte wohlschmeckende Kreationen und dazu noch mit einer therapeutischen Wirkung! Auch unsere Verpflegung welche wir täglich auf dem College von einem Catering serviert bekamen war rein vegetarisch und super lecker.

In der Nähe des Ayurveda Colleges liegt ein Krankenhaus welches unsere Gruppe auch besucht hat. Das war sehr interresant. Es waren da jede Menge Patienten. Die vielen Zimmer waren  meistens sehr gross, für ca. 20 Patienten oder noch mehr. Mann hat lautes Husten gehört in den grossen Sälen. Angeblich gibt es hier in diesem Krankenhaus kein Problem mit der Verbreitung von Infektionen, was in Deutschland ja dann doch schonmal öfter vorkommt. Zum desinfizieren der Krankenhausräme benutzt man Mittel pflanzlicher Herkunft. Dies ist sehr wirkungsvoll und hat keine negativen Nebeneffekte. Gearbeitet wird sehr viel mit natürlichen Mitteln, die schon seit sehr langer Zeit in der Heilkunst einsetzbar sind.

Am Ende des Aufenthalts im Tilak College hatte ich jede Menge gelernt und war gespannt auf den weiteren Verlauf der Studien Reise zum Ayurveda College und Krankenhaus in Neu Delhi.

In Delhi sieht man sofort den Unterschied: die Strassen sehr gross, breit, mehrspurig und mit unendlichem Verkehr. Es  kommt oft zu Staus, dadurch wird die Luft besonders in den Abendstunden noch mehr verschmutzt was man im wahrsten Sinne des Wortes riechen kann. Es herrst quasi ein dauer Smog über der Stadt Delhi, obwohl sich die Qualität der Luft in den letzten Jahren etwas verbessert hat.

 

Das Krankenhaus in der unsere Gruppe die Ausbildung absolviert hat war neu, sehr gross, modern und es werden immer noch weitere Gebäude auf dem Platz gebaut. In der Klinik werden Panchakarma Kuren durchgeführt was in der Ayurveda Medizin mit sehr guten Erfolgen sehr oft praktiziert wird.

Was ich noch unbedingt erwähnen muß ist, dass wir sehr warm und herzlich Empfangen worden sind von unseren Gastgebern, so richtig auf die indische Art. Wir durften wirklich eine sehr grosse Gastfreundschaft geniessen und dazu noch die ganzen tollen Mahlzeiten und die leckeren Kleinigkeiten zwischendurch. Die indischen Gastgeber waren sehr nett und freundlich zu uns, so dass wir uns sehr wohl gefühlt haben. Insgesamt war die Atmosphäre sehr gut und sehr entspannt.

Täglich hatten wir Unterricht zu den verschiedenen diätetischen Themen ergänzt mit diätetischen Koch Rezepte. Das Programm war sehr umfangreich und komplex, und so in Deutschland nicht zu lernen.

Direkt am Krankenhaus befindet sich ein grosser Ayurveda Garten der vom Personal mit Hingabe gepflegt wird.

Nach dem unsere Ausbildung zu Ende gegagen ist haben wir einen wunderbaren Abschluss, vorbereitet von unseren Gastgebern, mit vielen geladenen indischen Gästen feiern können. Das alles natürlich auf vielen Fotos festhalten zu können hat uns einen Riesenspaß gemacht.

Nachdem das Seminar beendet war habe ich mich am nächsten Morgen auf meine Reise gemacht. Ich bin dann weiter alleine gereist aber meine Reflexionen darüber erzähle ich euch gerne im Teil 2 meiner Indien Reise.

Was folgte war also eine 10 tägige Reise nach Agra, Jaipur und Vrindavan wo ich die Gelegenheit hatte, dass zu diesem Zeitpunkt stattfindende Holifest zu erleben.     

 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Der Herbst in Ayurveda (Sharada Ritu)

Den Herbst in Ayurveda nennen wir Sharada Ritu. Sharada Ritu genau bedeutet der "Früh Herbst". Er beginnt am 22.08. und dauert bis 21.10. Dies entspricht unseren europäischen Zonen, dem Herbst. Aus Aurvedischer Sicht ist es eine der besten Jahreszeiten. In dieser Zeit ist Vata gereizt und Pitta ist noch angesammelt vom Sommer was uns vorbereitet auf die kommende kühlere Zeit und verleiht uns viel Energie und Tatkraft. Die Qualitäten des Herbst sind heiß und feucht. Der Geschmack - salzig. Das gereizte Dosha ist Vata.

mehr lesen